News
26.06.2018

Neue Studie zu Arbeit 4.0

Digitalisierung in Brandenburger Unternehmen ist in vollem Gange

Die Digitalisierung verändert den Brandenburger Arbeitsmarkt tiefgreifend. Neue Arbeitsplätze entstehen, alte verschwinden. Anforderungen für Beschäftigte und Betriebe ändern sich rasant. Den Stand der Digitalisierung in den Brandenburger Unternehmen sowie Handlungsfelder zur Unterstützung des Wandels der Arbeitswelt analysiert die neue Studie „Arbeit 4.0 in Brandenburg“, die heute im Kabinett vorgestellt wurde.

Anschließend präsentierten Arbeitsministerin Diana Golze, Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer und Dr. Steffen Kammradt | Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg die Ergebnisse der Studie in der Staatskanzlei.

WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt:

„Digitalisierung lohnt sich für die Brandenburger Wirtschaft. Die Hälfte der befragten Betriebe, die bereits digitalisieren, konnte dadurch verbesserte oder sogar völlig neue Produkte anbieten und neue Märkte für sich erschließen. In der Mehrzahl der Betriebe hat die Digitalisierung zu verbesserten Arbeits- und Prozessabläufen sowie zu besseren Produkten und Dienstleistungen geführt. Auch für die Beschäftigten wirkt sich die Digitalisierung positiv aus: Die Mehrheit der Betriebe gab an, dass die Digitalisierung die Fähigkeiten der Beschäftigten erhöht hat. Die Studie stellt zudem eine Art ‚positiven Lawineneffekt‘ fest: Je weiter Betriebe in die Digitalisierung einsteigen, desto mehr Digitalisierung planen sie auch in Zukunft. Umso wichtiger ist es, die Hemmschwelle zum Einstieg zu überwinden. Mit ihren Angeboten für Wirtschaft und Arbeit aus einer Hand unterstützt die WFBB dies aktiv.“

Die Studie wurde von der Wirtschaftsförderung Brandenburg | WFBB Arbeit verfasst und beruht auf den Ergebnissen eines von der WFBB Arbeit beauftragten Projektkonsortiums. Das Konsortium arbeitet den Zusammenhang zwischen Digitalisierung der Wirtschaft und Veränderung der Arbeitswelt heraus.

Im Kern handelt es sich um eine repräsentative Unternehmensbefragung und zeichnet ein differenziertes Bild des aktuellen Digitalisierungsstandes in Kernbranchen der Brandenburger Wirtschaft. Die 50-seitige Kurzfassung wurde heute zum ersten Mal öffentlich vorgestellt. Im Herbst folgt dann die Langfassung.

87 Prozent der rund 1.050 befragten Betriebe nutzt digitale Lösungen. Je ein Fünftel der Betriebe ist vollständig bzw. bereichsübergreifend digitalisiert und vernetzt. 13 Prozent der Betriebe nutzt bislang gar keine digitalen Lösungen. Laut der Studie werden durch die Digitalisierung in Brandenburg bis zum Jahr 2025 etwa 27.700 Arbeitsplätze verschwinden und 25.700 neue entstehen; die Erwerbstätigenzahl wird in Brandenburg aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage insgesamt von aktuell etwa 1,0 Millionen auf 1,1 Millionen in 2025 steigen.

Die Studie basiert auf dem Abschlussbericht des Projekts „Arbeit 4.0 in Brandenburg“, das von dem Projektkonsortium IMU-Institut Berlin, Forschungsteam internationaler Arbeitsmarkt, Umfragezentrum Bonn – Prof. Rudinger, Prof. Dr. Sabine Pfeiffer in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung und dem Lehrstuhl Automatisierungstechnik an der BTU Cottbus von Mai bis Dezember 2017 durchgeführt wurde.

Für die Untersuchung wurden 1.051 Betriebe telefonisch befragt als auch statistische Analysen und Szenario-Rechnungen durchgeführt. Das Projekt wurde von der WFBB beauftragt und durch das Arbeitsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.