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04.12.2017

Das sind die Gewinner des Innovationspreises BB

Die Güte der Einreichungen war in diesem Jahr besonders hoch, so dass die Jury erstmalig sechs statt der bisher möglichen fünf Preisträger prämierte. Der Preis wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin und dem Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg ausgelobt und ist jeweils mit 10.000 Euro dotiert. 

Die 17-köpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph. D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), konnte aus insgesamt 134 Einreichungen auswählen und die besten Innovationen küren. 

Das sind die Innovationspreisträger 2017:

  • Professor Dr. Berg & Kießling GmbH (B+K) | Extern befeuerte Gasturbinen zur Verwertung von Hidden Fuels
  • GA Generic Assays GmbH | Tests für die Diagnose und Prognose der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • GEFERTEC GmbH | 3D-Metall-Druck
  • Kinematics GmbH | Tinkerbots - Robotik-Baukasten für Kinder ab 6 Jahren
  • MotionTag GmbH | Seamless Traveling, neue Mobilität, Mobility-as-a-Service
  • Sicoya GmbH + IHP Solutions GmbH | Siliziumphotonik

Professor Dr. Berg & Kießling GmbH (B+K) | Extern befeuerte Gasturbinen zur Verwertung von Hidden Fuels
Schwindende Ressourcen, steigende Energiepreise und zunehmende Umweltverschmutzung in Verbindung mit komplexen Abfallentsorgungsproblemen stellen nur einige Faktoren dar, die zunehmend bei den Themen Energieversorgung und nachhaltige Ressourcenverwertung eine entscheidende Rolle spielen. Aus bisher ungenutzten und häufig umweltverschmutzend entsorgten Brennstoffen, sogenannten Hidden Fuels, können die modularen Anlagen der Professor Dr. Berg & Kießling GmbH (B+K) Strom, Wärme und Kälte generieren. Der technologische Schwerpunkt liegt auf der Verwertung von verunreinigter Biomasse, Produktionsresten, Fackelgasen und Müll. Das System operiert in einer Leistungsklasse von 60-200 kW elektrisch und ist somit dank der eigens entwickelten Mikrogasturbine wesentlich kleiner als bisher existierende Kraftwerke. Die saubere, dezentrale Nutzung der Energieträger in Container-basierten, mobilen Anlagen ermöglicht eine dezentrale stoffliche Reststoffverwertung am Ort der Entstehung und verbindet diese beispiellos mit aktivem Umweltschutz.

Außerdem wurde erstmalig ein Sonderpreis für soziale Innovation vergeben. Der Preis geht an die Filmwerte GmbH:
„Die Gesellschaft droht zu zerfallen in voneinander abgeschottete sprachliche, kulturelle und soziale Räume. Die Menschen bleiben unter sich, kennen einander immer weniger. Ansätze, die sich entschieden gegen diese Entwicklung stemmen, finden sich auch unter den Einreichungen. Die Jury sieht darin eine soziale Innovation: Sie öffnet Türen, die sonst verschlossen blieben. Die Jury hat daher mit Unterstützung aus dem Bereich der Partner, einen Sonderpreis für soziale Innovationen vergeben“, sagt Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph. D.